Irgendwann entdeckte ich auf Spotify einen Song, der sehr an die Musik angelehnt war, die ich sonst höre: Jazz Rock. Musik, wie man sie heute kaum noch spielt.
Ich denke dabei an Künstler wie Isaac Hayes, Eddie Harris, Lonnie Liston Smith, Roy Ayers, Sly and the Family Stone, IF, Deodato, Curtis Mayfield, Herbie Mann, Wah Wah Watson oder The Undisputed Truth.
Und genau da begann die eigentliche Geschichte: Ich suchte einen Song von The Undisputed Truth – doch Spotify zeigte mir als ersten Treffer einen Song von Psyvelle.
Mein erster Gedanke war: «Holy shit, was ist das denn?» Ich hörte mir den Song an und musste sagen: Wow, ein richtig cooles Stück.
Also suchte ich nach weiteren Liedern dieser Band. Ich fand ungefähr 196 weitere Songs. Viele davon trugen Albumnamen berühmter Künstler wie Roy Ayers, Sly and the Family Stone oder eben The Undisputed Truth.
Dann kam der Tag X. Der Tag, an dem die Songs plötzlich – zack – verschwunden waren. Die Covers waren noch da, doch nichts liess sich mehr abspielen.
Und damit begann die Suche: Kann man diese Musik irgendwo noch finden? Ich suchte. Und suchte. Und suchte.
Schliesslich fragte ich eine KI. Zuerst kam viel Bla, bla, bla. Dann endlich ein brauchbarer Tipp: «Mach eine Suche auf GitHub.»
Gesagt, getan – natürlich wieder mit etwas Hilfe der KI. Und tatsächlich meldete sich jemand mit der entscheidenden Frage: «Bist du sicher, dass das überhaupt eine Band ist?»
Der Hinweis war, dass Musik und Covers sehr wahrscheinlich KI-generiert seien. Inzwischen weiss ich: Psyvelle ist KI-generierter Sound. Aber ganz ehrlich – echt geile Musik!
Ich bekam den Namen eines Streaming-Dienstes, auf dem die Musik noch zu finden war. Also sofort los und suchen.
Doch dann die nächste Hürde: alles voller chinesischer Schriftzeichen, eine App sollte installiert werden und vieles war unnötig kompliziert.
Es ging zwar auch über kryptische Eingaben im Terminal, aber ich fragte mich: Könnte man das nicht mit einer schöneren Oberfläche lösen?
Also fragte ich wieder die KI. Die Antwort war sinngemäss: «Ja – schreib doch ein Programm.»
Gesagt, getan. Aus einer verlorenen Musiksammlung, einer hartnäckigen Suche und ziemlich viel Neugier entstand schliesslich:
The MusicHarvester
